German Reviews:


www.home-of-rock.de / Michael Koenig schrieb:
"Die ursprüngliche Absicht, puren Jazz zu spielen, haben JUNK FARM wohl offensichtlich inzwischen ad acta gelegt. So ganz können und wollen sie den Einfluss dieser nicht gerade massenkompatiblen, Musikrichtung jedoch nicht verleugnen. Sie mixen herrlich unverkrampft und undogmatisch (Gralshüter jetzt bitte weghören) Jazz, Funk, Rock und Pop. Psychedelische Bestandteile weist der Rundling ebenfalls auf. Ganz so, wie es dem selbsternannten „Fusion-Trio-From-Hell“ gebührt. Heraus kommt der Soundtrack für die entspannten Momente des Lebens. Man kann prima abschalten und den Alltag wenigstens für kurze Zeit vergessen. Fußwippen und mitsummen inklusive. Außerdem sind die Texte recht witzig und mit einer gehörigen Prise Ironie verfeinert.

Dass dieses Projekt so gut gelungen ist, zeigt, was für erfahrene und virtuose Musiker die drei Herren aus NRW sind."


www.musikansich.de / Norbert von Fransecky schrieb:
Junk Farm? - Benjamin Schippritt? - Michael Sticken? - Berthold Fehmer? - Ugly little Thing?

Mit anderen Worten: Hier haben wir es mit einem Stück Silicon zu tun, mit dem ich nichts, aber auch gar nichts verband, bevor ich es in den CD-Player schob.

Das Cover? Das konnte alles bedeuten. Die Musiker scheinen Humor zu haben, oder zumindest zu glauben, welchen zu haben. Aber das ist keine Qualitätsgarantie. So was kann böse nach hinten losgehen. So was ist schon ganz böse nach hinten losgegangen. Und dann war das Ganze dermaßen was von witzig, dass…. Na lassen wir das.

Denn bei Junk Farm ist alles ganz anders – und zwar spätestens 10 Sekunden nach dem die CD von 0:00 auf 0:01 schaltet. „An Eye for an Eye” ist ein dermaßen geiler 70er Jahre-Track mit leichten Stoner Effekten, dass ich (beim Abwaschen!) vor Begeisterung gleich ein Weinglas ZERspült habe. Und „An Eye for an Eye” ist keine Eintagsfliege.
„Fools of the Cliché” setzt noch einen drauf, beginnt sehr bassig, entwicklet sich zum Krautrocker, der an rockige Guru Guru der Globetrotter-Phase erinnert und endet mit viel Orgelsounds. Die verrückte Art von Guru Guru scheint auch bei dem folgenden ruhigeren, teilweise gesprochenen „Damaged Brain“ im Hirn zu schweben.
Es folgt ein funkig bassiges Instrumental mit viel 70er Jahre Groove. „Partymaniac“ wechselt zwischen weichem Gesang und höllisch groovenden Instrumentalparts.
Die Tracks 6,7 und 9 setzten wechselnd auf Santana-Gitarren und Galactic Cowboys-Stimmung.

Am Ende werden dann noch mal völlig neue Saiten aufgezogen. „Great Guy“ ist auf seine Art und Weise das Highlight des Albums und beantwortet die Frage nach dem Humor der Band ohne jedes Fragezeichen. Eine derart progressive Powernummer, die gleichzeitig sämtliche Country(!)Trademarks bedient und durch den Kakao zieht, habe ich seit dem „Gina Lola Breakdown“ der Dixie Dregs nicht mehr gehört. Das sehr ruhige „Vernissage“ nimmt mit teilweise akustischer Gitarre und seinen Pianoparts ebenfalls eine Sonderstellung auf dem Album ein.

Großartig! Abwechslungsreich! Nahrhaft für Herz, Bauch und Hirn!

18/20


www.progressive-newsletter.de / Kristian Selm wrote:
"Wer sich als „Fusion Trio from Hell” tituliert und endlich mal mit einem originellen Cover die progtypische Zwergenmythologie humorig auf die Schippe nimmt, der hat schon mal einen Aufmerksamkeitsbonus verdient. Und auch beim Anhören von „Ugly little thing“, dem zweiten Album von Junk Farm, erfährt diese positive Grundeinstellung ihre Bestätigung. Lässig und gut durchdacht werden bei der Band aus dem Ruhrgebiet Metal Geriffe, mit jeder Menge ansprechender Melodik und Gefühl gepaart, aber auch Elemente aus Rock, Funk und lockerer Jazz Rock auf ganz eigene Weise fusioniert.

Die Band ist weit davon entfernt als offensichtlich komplexes Trio durchzugehen, denn viel zu groß ist ihr Hang zu griffigen Hooks und einer relativ songdienlichen Herangehensweise. Dennoch sind die meist 4-minütigen Songs nicht gerade konventionell gestaltet. Allein die Besetzung Gitarre – Keyboards – Schlagzeug sorgt schon für etwas andere Klangstrukturen und –farben. Zwar übernimmt Gitarrist & Sänger Benjamin Schippritt eindeutig die Führungsrolle, doch mit wenig offensiven, aber effektiven Orgel- und Keyboardeinsprengseln setzt Berthold Fehmer den ausgewogenen Gegenpart. Als Dritter im Bunde hält Schlagzeuger Michael Sticken eine vertrackte, stets gut geölte und treibende Rhythmusmaschinerie am Laufen.

Gerade dadurch, dass Junk Farm mit einer mitreißenden Lockerheit und völlig unverkrampft ihre Musik präsentieren, verbreitet dieses Album auf seine Art gute Laune, auch wenn im Gegensatz dazu, die sehr direkten Texte von jeder Menge Sarkasmus und Sozialkritik durchzogen sind. Dennoch gilt im Gesamtfazit: Power Trio mal erfrischend anders."
Kristian Selm


www.rocktimes.de / Ralf 'Jogi' Ruhenstroth schrieb:
"Inmitten des Ruhrgebietes lauert ein weiterer musikalischer Schatz namens Junk Farm. Ein Trio, bestehend aus zwei studierten Jazzmusikern und einem von der Pike auf eingespielten Tastenmann, der zwar kein Studium, dafür aber das notwendige Wissen und Gefühl für feine Harmonien hat. Nach einem Debüt aus dem Jahr 2003 konnten die Jungs jetzt beim kanadischen Label Unicorn Digital andocken und ihr zweites Werk veröffentlichen.

Was wir zu hören bekommen, ist ein toller Mix aus kernigem Hard Rock und deutlichen Jazz-Anleihen. Keine Angst, das hat Groove ohne Ende, denn der Formation gelingt es, die jazzigen Trademarks in die ansonsten am Rock angelehnten Sounds wunderbar zu integrieren. Und was von Beginn an auffällt, sind die knackigen und warmen Gitarrentöne, die interessanten Drum-Rhythmen und die bestechenden Hammond-Sounds. Darüber hinaus verfügt Benjamin Schippritt über eine überzeugende Stimme, die hier zu jeder Zeit mit der gebotenen Musik einher geht.

Nun zur Mucke selbst, die wir auf diesem Silberling hören. Die Band betitelt sich selbst als 'Fusion-Trio-From-Hell'. Hm, eigentlich hatte ich mir unter Fusion etwas anderes vorgestellt. Da mögen Einflüsse z.B. eines Pat Metheny vorhanden sein, und in einem Stück wie "Master Sync" oder "www.superficial-girl.com" kann man dem Ansinnen auch folgen, aber ansonsten bin ich der Meinung, dass, wie bereits geschrieben, die Rockmusik überwiegt. Der Jazz wird in den gespielten Gitarren-Soli für mich am meisten deutlich, wobei die eigentlichen Fundamente in den einzelnen Stücken mehr dem Hard Rock zugeneigt sind.

Nun räume ich aber auch ein, dass ich in Sachen Jazz wenig bis gar nicht mit Wissen belegt bin, schon gar nicht, was die musikalische Theorie angeht. Das darf aber auch nicht darüber hinweg täuschen, dass mir "Ugly Little Thing" richtig gut gefällt. Die Band variiert das Tempo ("Fools Of The Cliché", "Partymaniac") mit funk-rockigen Rhythmus-Gitarren, wobei der im Line-up nicht ausgewiesene Bass von Benjamin Schippritt immer im soliden Rock beheimatet bleibt. Die Würze machen ein ums andere Mal die Hammond-Orgel-Sounds aus, die den Stücken die gefühlte Moderne etwas nehmen und somit Nostalgie einhauchen. Manche Stellen sind sogar melodisch veranlagt ("Damaged Brain"), so dass dieses Album in der Tat für eine breitere Masse an Musikinteressierten zugänglich sein dürfte.

Besonders knackig wird es zu Beginn von "Strange Behavior" und fast könnte man annehmen, dass die altehrwürdigen Black Sabbath so manchen Einfluss auf das Geschehen besitzen. Allerdings wechselt die Formation innerhalb der Strophen sehr schnell den Fahrplan. Die dabei entstandene Kombination ist wirklich bemerkenswert. Mit "Great Guy" wird es auch ein wenig spaßig, während uns mit "Vernissage" wieder ein gelungener Mix aus Rock und Jazz geboten wird.

Junk Farm haben noch einige Songs in der Hinterhand, weshalb die Band auf ihrer Website schon auf das folgende Album mit dem Titel "Didn't Come To Dance" hinweist. Da sind wir sehr gespannt, denn "Ugly Little Thing" ist eine echte und tolle Überraschung!"


www.babyblaue-seiten.de / Thomas Kohlruß schrieb:
"„Ugly Little Thing“ ist ein Spaßalbum erster Güte für Leute, die virtuosen, verspielten HardRock mit Funk- und JazzRock-Touch mögen. Nicht mehr, aber ganz sicher nicht weniger. Dazu hat das Album einen gelungenen Spannungsbogen, in dem die Songs sich immer mehr steigern, so dass die Band am Schluss ihrem selbstgewählten Ziel schon ziemlich nahe kommt. Ein Tipp fürs intelligente Abrocken und bestimmt sind die Jungs live klasse, würde ich gerne mal sehen."


2. Platz beim Demo-Check in der Novemberausgabe 2005 des Soundcheck Magazins.
Kommentare zum Song An Eye For An Eye:

"Cool gespielt, frickelig aber trotzdem mit Hang zur Melodie. Schöne elektronische Elemente." (Jan Hoffman)
"Der Refrain ist spitze, klingt super. Ihr harmoniert gut zusammen." (Daniel Brandt)



  English reviews


 

www.junkfarm.de